In den Drammendorfer Polder fließt Wasser aus dem Kubitzer Bodden

Rambin. Im Zuge der Renaturierung des Drammendorfer Polders ging es gestern dem Deich an den Kragen: Den am Ufer des Kubitzer Boddens 1962 mit Steinen und Bodenmaterial geschlossenen Priel öffneten Bagger und schwere Baumaschinen in wenigen Stunden. Schon Tage zuvor war der einst in viel Handarbeit aufgeschüttete Deich auf einer Länge von rund 700 Metern abgeflacht worden. Heute, im letzten Arbeitsschritt, wird der direkte Zufluss vom Boddengewässer hergestellt. „Bei Hochwasser sorgt der wieder geöffnete Priel dafür, dass Wasser in die Renaturierungsfläche fließt und bei Niedrigwasser wieder herausströmt“, erläutert Rasmus Klöpper von der Ostsee-Stiftung, „wir werden dann eine Mischung aus Flachwasserzonen und etwas höheren Bereichen haben, wo Salzwiesen wachsen werden.“ Rund einen Kilometer südlich ist bereits ein neuer Deich für den Hochwasserschutz gebaut worden. Mit der Renaturierung werden für Wasservögel in den Flachwasserzonen ein neues Refugium und auf den Salzwiesen eine artenreiche Flora und Fauna entstehen. Die Arbeiten an dem Renaturierungsgebiet zwischen den Rambiner Ortsteilen Rothenkirchen, Drammendorf und der Neuendorfer Kate sollen im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden. Dann wird das Gebiet für Wanderer und Spaziergänger zugänglich sein.


Video von den Bauarbeiten an der Deichöffnung zum Drammendorfer Polder

Nachtrag am 27. November:
Nach der Öffnung des Deiches ist der Drammendorfer Polder zum Teil geflutet: Die Bildergalerie zeigt, wie es jetzt hier aussieht:



 

400 Bäume und Sträucher am Drammendorfer Polder gepflanzt

Rambin, 16. November 2019. Rambiner im Modder: Unter dieser Überschrift schickte mir ein Teilnehmer sein Foto von der heutigen Pflanzaktion am Drammendorfer Polder. 400 wurzelnackte Bäume und Sträucher sollten am Fleetgraben des neu geschaffenen Deichs in den Boden kommen, auf dass sie in den nächsten Jahren sprießen und gedeihen. Ein Event mit überraschend großem Erfolg und mit Begleitung eines Fernsehteams für das Nordmagazin heute ab 19:30 Uhr im NRD.  60 Bürgerinnen und Bürger waren den Einladungen der Gemeinde Rambin und der Ostsee-Stiftung gefolgt – trotz anhaltenden Regens und aufgeweichten Bodens, in dem schon mal die Stiefel und später, bei der Rückfahrt, das eine oder andere Auto stecken blieben. Man kann sich kaum vorstellen wie viel Spaß alle beim Waten und Buddeln im Bodden-Modder hatten. Mit der großen Beteiligung war die Aktion schon nach gut zwei Stunden abgeschlossen.

Rambiner im Modder. Foto: Jürgen Meixner

Hintergrund der Aktion ist die Wiedervernässung einer 94 Hektar großen Fläche am Kubitzer Bodden zwischen den Ortsteilen Rothenkirchen, Drammendorf und der Neuendorfer Kate. Der heute noch geschlossene Deich am Kubitzer Bodden soll demnächst geöffnet werden. Das Grünland wird sich danach langfristig in eine artenreiche Salzwiese verwandeln – ähnlich wie sie es früher einmal war, als es hier noch keinen Deich am Boddenufer gab – mit Wasserflächen, wechselfeuchten Böden, Brackwasserröhrichten und Moor. An dem Projekt wurde mehr als drei Jahre geplant. Seit dem Frühjahr beherrschen Bagger und Baufahrzeuge die Szene. Im kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Dann wird das Gebiet ein neuer touristischer Anziehungspunkt für Rambin.
Den Hochwasserschutz soll künftig ein neuer Deich mit einem Fleetgraben übernehmen, der zurzeit rund einen Kilometer landeinwärts vom alten Deich entsteht. An der Südseite dieser Baustelle sind jetzt die 400 Bäume und Sträucher gepflanzt worden. Gestellt wird das Pflanzgut durch die Ostsee-Stiftung, die auch das gesamte Renaturierungsprojekt realisiert.

Super Resonanz: Trotz Regens waren 60 Rambinerinnen und Rambiner dabei.
400 Bäume und Sträucher gepflanzt. Sie werden dem Fleetgraben ein grünes Band geben.

Vorschläge zur Auszeichnung von ehrenamtlichem Engagement

Das bürgerschaftliche Engagement in der Vielfalt seiner Formen leistet wichtige Beiträge für die politische und soziale Bindekraft, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Für die Städte, die Gemeinden und auch für den Landkreis ist das, was die Bürgerinnen und Bürger freiwillig für ihr Gemeinwesen leisten, unverzichtbar. Von der Kultur über den Sport bis hin zu den sozialen Diensten könnte vieles nicht mehr erledigt werden, wenn nicht Bürgerinnen und Bürger bereit wären, ihre Freizeit für das Gemeinwohl zur Verfügung zu stellen.

Auf dem Neujahrsempfang des Landkreises Vorpommern-Rügen werden daher das Engagement von 20 aktiven Bürgerinnen und Bürgern und die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft wieder besonders gewürdigt.
Dafür sind Vorschläge gefragt. Das Ehrenamt muss dabei kein „Amt“ sein; Engagement ohne Verein und Co. zählt ebenso. Ausschlaggebend ist der freiwillige Einsatz, sei es für die Mitmenschen, sei es für Tiere, Natur, Umwelt, im Sport oder eine andere gute Sache. Aus allen Amtsbereichen soll eine Person, gefunden werden, die sich in diesem Sinne engagiert hat.

Wer einen Vorschlag geben möchte, sollte seine eigenen Kontaktdaten und die Kontaktdaten des /der Vorgeschlagenen, in welchem Bereich oder Institution er oder sie sich engagiert, seit wann das Ehrenamt ausgeübt wird und ein kurze Beschreibung des Engagements enthalten. Diese Informationen sind dann an den Landkreis Vorpommern-Rügen, z.Hd. Kati Bischoff, Carl-Heydemann-Ring 67, 18437 Stralsund bis zum 6. Dezember 2019 einzureichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter 03831/357-1231 oder Kati.Bischoff@lk-vr.de.

Arbeit, Würstchen und ein Bier: Saisonschluss im Anglerhafen

Wortkarg und schnörkellos, so wirkt die Einladung des Rambiner Anglervereins:
Sonnabend 09.11.2019 um 09:00 Uhr am Fuchsberg
1. Abbau des Steges
2. Aufräumen des Hafengeländes
3. Abbau der Fahnen an der Fahrrinne

Wenn so etwas auf der Website des Rambiner Anglervereins steht, ist zweierlei klar: Die Saison am Kubitzer Bodden ist unwiderruflich vorbei, und die Vereinsmitglieder sollen mit anpacken, um die Anlage winterfest zu machen.

Arbeitsantritt bei den meisten schon vor neun Uhr. Weil an die zwanzig Vereinsmitglieder mitmachen, ist in  zwei Stunden die Arbeit ist „gegessen”. Danach sind es Würstchen, die gegessen werden. Und dann erst mal: Schluss mit lustig, der Winter kann kommen. So geht das hier jedes Jahr am Kubitzer Bodden (Bilderstrecke vom Oktober 2015).

9. November: Ehrung für die Feuerwehren im Amt West-Rügen

Samtens. Tag und Nacht, 365 Tage rund um die Uhr sind sie für uns da. Das verdient Anerkennung. Am 08. November um 19.00 Uhr findet die diesjährige Auszeichnungsveranstaltung für die Feuerwehren des Amtes West Rügen statt. Ort ist das Gerätehaus der Feuerwehr Samtens.

Dabei werden Mitglieder für besonderes Engagement oder langjährige Mitgliedschaften durch den Kreis- bzw. Landesverband geehrt. In diesem Jahr hat die Feuerwehr Rambin sogar vier solcher Auszeichnungen zu erwarten: einmal für 10 Jahre, zweimal für 40 Jahre und einmal für 60 Jahre Mitglied in der Feuerwehr Rambin.

Pflanzaktion in Drammendorf am 16. November

Von Heiko Kammigan

Alle Rambinerinnen und Rambiner sind aufgerufen, sich am 16.11.
um 10 Uhr aktiv an der Gestaltung ihres Umlandes zu beteiligen.

Gearbeitet wird in diesem Falle an der Renaturierung des Polders Drammendorf im Rahmen des Projektes „Schatz an der Küste“, mit dem Ausgleichsmaßnahmen für den Bau der Gaspipeline Nordstream I umgesetzt werden (weitere Info…).

Im Zuge des Deichneubaus entsteht ein Fleetgraben, dessen Südseite nun auf ca. 200 m mit rund 400 Büschen und Bäumen bepflanzt werden soll. Neben den Rambinerinnen und Rambinern werden dringend deren Spaten benötigt. Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Treffpunkt: Baustelle Drammendorf, zwischen Rothenkirchen und Dreschvitz am STRABAG-Bauschild ca. 340 m nach dem Ortsausgangsschild von Rothenkirchen in Richtung Dreschvitz.

Zur Organisation der Verpflegung ist eine Anmeldung hilfreich, bei der wir auch wissen wollen, wer einen Spaten mitbringen kann. Anmeldung bei Heiko Kammigan, Vorsitzender des Sozialausschusses der Gemeinde Rambin, T 0175 5567419 oder 038306 621626.

Musik für krebskranke Kinder in Freiburg

Rambin, 28. September.

Vor knapp 15 Jahren machte sich der Freiburger Musiker und Komponist Heinrich Bohnert zusammen mit seiner Frau und seinen Instrumenten auf nach Rügen und blieb auf der Insel. Seitdem lebt und arbeitet er dort und macht unter anderem auch zu verschiedenen Gelegenheiten Straßenmusik. So auch kürzlich beim Erntedank- und Markttag in Rambin.

Beim Erntedank- und Markttag im Rambiner Heimatmuseum gesehen: Heinrich Bohnert erfreute die Gäste mit Musik und sammelte Geld für die Kinder-Krebshilfe. Foto: Privat.

Seine Einnahmen steckt er jedoch nie in die eigene Tasche, sondern  spendet Sie jedes Mal an den Förderverein für krebskranke Kinder in Freiburg, mit dem er sich auf Grund seiner Herkunft und trotz seines Umzuges in den Norden verbunden fühlt.
Es ist toll zu sehen, dass wir auf diesem Wege sogar Menschen am anderen Ende des Landes erreichen und sie von unserer Arbeit für betroffene Familien erfahren. „In meinem Elternhaus in Freiburg betreuen wir Menschen aus der ganzen Welt“, sagt Heinrich Bohnert. So erreichen uns nun auch Spenden aus dem Nordosten von Deutschland. Tolle Aktion, DANKE!

Frauensportgruppe gönnte sich was zum 50-jährigen Jubiläum

Hat vor 50 Jahren die Rambiner Frauensportgruppe gegründet: Margit Rieck.

Rambin. Wie ist das möglich? Rambiner Frauen sind fit bis ins hohe Alter. Die meisten jedenfalls. Dafür hat bislang Margit Rieck gesorgt. Die heute 68-Jährige hatte einst mit 18 Jahren die Frauensportgruppe Rambin gegründet – also vor genau einem halben Jahrhundert. Immer donnerstags traf man sich zur sportlichen Fitnessstunde. Margit Rieck ist jüngstes Mitglied in der Gruppe, ältestes Mitglied mit 92 Jahren ist Gisela Raddatz. Heidi Vespermann (79) hat nachgerechnet: Das durchschnittliche Alter aller Mitglieder ist 79,6 Jahre. Am 25. August haben sich die Frauen anlässlich des 50-jährigen Jubiläums ihrer Sportgruppe einen Busausflug nach Zingst gegönnt, wo es im Strandrestaurant ein zünftiges Mittagessen gab. Anschließend genossen alle eine zweistündige Dampferfahrt. Giselar Rieck ist kürzlich aus familiären Gründen nach Hamburg gezogen. Wie es weitergeht mit der Rambiner Frauensportgruppe wird derzeit diskutiert.

Die Rambiner Frauensportgruppe gönnte sich zum 50-Jährigen Bestehen einen Ausflug nach Zingst.