Jahreshighlights 2020 – was ist los auf Rügen?

Ob Strandfeste, klassische Konzerte oder Seemannsgesang – Musik gehört zur Insel wie der Schrei einer Möwe beim morgendlichen Strandspaziergang. Hier sind die Highlights unserer Insel – nicht allein für Touristen, sondern auch für unternehmungslustige Rambinerinnen und Rambiner.

Foro: Wikimedia Commons

Im Jahr 2020 spielen die Inselklänge die Hauptrolle – als Jahreskampagne mit spannendem Portrait des einzigen Orgelbauers der Insel bis hin zum Interview mit dem Gründer des allerersten Tonstudios auf Rügen – im jährlichen Veranstaltungskalender. Konzertevents an ungewöhnlichen Orten und ausgelassene Festivals am Strand warten ebenso auf Einheimische und Gäste wie die Klänge der Natur, die Rügen so besonders machen: Das Rascheln der Blätter im Buchenwald des Nationalparks Jasmund oder der Ruf eines Kranichs im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Im Jahr 2020 erleben die Nationalparke sowie das Biosphärenreservat Südost-Rügen ihr 30-jähriges Jubiläum.

Daniel Hope beim Festspielfrühling 2020 erleben
13. März bis 22. März
Der Festspielfrühling gehört längst zu den festen Größen auf der Insel. Und doch gibt es jedes Jahr Neues zu entdecken. Im Jahr 2020 hat der weltweit gefeierte Geiger und Festspielpreisträger Daniel Hope die künstlerische Leitung inne. Gemeinsam mit musikalischen Freunden wie Josephine Knight, Maxim Lando oder Ikki Opitz, erwarten Einheimische und Gäste 24 Veranstaltungen der Extraklasse. Wie immer an den schönsten und ungewöhnlichen Orten wie der Seebrücke Sellin oder der Bäckerei Peters in Mukran. www.ruegen.de/festspielfruehling-ruegen

200 Jahre Theater Putbus
Zwischen April und Dezember
Seit 200 Jahren wird das klassizistische Theater Putbus fast durchgehend bespielt. Das ist in jedem Fall ein Grund zum Feiern. Zwischen April und Oktober warten viele Jubiläumsfeierlichkeiten in der „weißen Stadt“ Putbus, von Lesungen und Theateraufführungen bis hin zu klassischen Konzerten, Liederabenden und sogar einem eigens konzipierten Musical über den Stadtgründer Fürst Wilhelm Malte zu Putbus, bleiben keine Wünsche offen. 
www.ruegen.de/jahreshighlights

Putbuser Bärlauchtage
03. April bis 12. April
Der Bärlauch wird als Heilpflanze, Zauberkraut und Frühlingsankündiger gehandelt. Bei den diesjährigen Putbuser Bärlauchtagen geht es aber vor allem um seine Qualitäten in Sachen Genuss. Im April wird der Bärlauch zum Hauptdarsteller in Rügens Küchen, in Salatkreationen, intensiven Kräuterpestos oder feinwürzigen Suppen. www.ruegen.de/baerlauchtage

Wandern fürs Meer
ab 13. April bis 12. Oktober
Das Ostseebad Baabe lädt alle Wanderlustigen und Naturfreunde zum Wandern fürs Meer ein – eine Aktion bei der während der einstündigen Wanderung Strand, Düne und Promenade von Müll befreit werden. Nebenbei erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über das Engagement für den Umweltschutz in Baabe und auf Rügen. Das Aktivangebot gehört zum Projekt „Weniger fürs Meer“, eine Initiative zur Vermeidung von Einwegplastik. 
www.wenigerfuersmeer.de

8. Wanderfrühling 2020
17. April bis 26. April
Blühende Buschwindröschen, die den Waldboden wie ein Teppich bedecken, erste, wärmende Sonnenstrahlen zwischen jungem Blättergrün, das einen leuchtenden Kontrast zum Blau der See und dem Weiß der Kreidefelsen bildet: Die erwachende Inselnatur erkundet man am besten zu Fuß. Zum achten Mal lädt Rügen im Rahmen des Wanderfrühlings dazu ein, die weitläufigen Wanderwege entlang der Küsten und im Inselinneren zu erkunden. In diesem Jahr ganz im Zeichen der Inselklänge: Die Auftaktveranstaltung „Wanderung zwischen Meer und Lagune – Ostseerauschen und Boddengeplätscher“ eröffnet mit einem Konzert der Mönchguter Fischköpp am Göhrener Kurpavillon und führt anschließend durch die abwechslungsreichen Landschaften Mönchguts. 
www.ruegen.de/wanderfruehling

Rügener Fisch(er)tage
25. April bis 3. Mai
Der Fischfang auf Rügen gehört für Einheimische fest zur Ess- und Lebenskultur. Daneben gibt es wohl kaum einen Urlauber, der seinen Aufenthalt verstreichen lässt, ohne nicht wenigstens ein Fischbrötchen zu probieren. Je nach Saison kommen Hering, Hornfisch, Zander oder Dorsch auf den Teller. Die Rügener Fisch(er)tage widmen sich diesem Aspekt des Insellebens und beleuchten dabei auch das harte und raue Leben der Küstenfischer, die durch die industrielle Fischerei und Quotenregelungen immer mehr um ihre Existenz kämpfen müssen. 
www.ruegen.de/fischertage-auf-ruegen

Monat der Bäderarchitektur
01. Mai bis 31. Mai
„Glückauf“, „Ruscha“, „Undine“ oder „Quisisana“, so wohlklingend die Namen der Bädervillen sind, so verspielt ist ihre Architektur. Die gedrechselten Balkone, verzierten Türmchen und kunstvollen Erker prägen das Bild des Ostseebades und erinnern an die mondänen Anfänge des Badeurlaubs, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch wohlhabenden Reisenden vorbehalten war. Im Monat Mai steht die für Binz so charakteristische Bäderarchitektur bei Führungen, Ausstellungen, Vorträgen und Aktionen im Mittelpunkt.
www.binzer-bucht.de

Strandklangkultur
Juni bis August
Am Selliner Südstrand zieht die Strandklangkultur in diesem Jahr zum zweiten Mal ein. Von Juni bis August gibt es zahlreiche musikalische Formate und Sounds für alle Altersgruppen. Mit Bio-Strandbar, ausgesuchten Events und einzigartigem Klang aus den skulpturenartigen Lautsprechern des Trios Inselklang wird hier jeder Besuch zum besonderen Erlebnis. 
www.ostseebad-sellin.de/klangpavillon

Blue Wave Festival
11. Juni bis 13. Juni
Wenn die ersten lauen Sommerabende im Ostseebad Binz einziehen, liegt Blues in der Luft. Hochkarätige, internationale Künstler sorgen in der Pink Piano Bar auf dem Kurplatz sowie bei den legendären Clubkonzerten für Musikgenuss der Extraklasse.
www.binzer-bucht.de

Beach Fun Run Sellin
13. Juni
Schon zum fünften Mal verwandelt sich der Selliner Strand in einen großen Abenteuerspielplatz. Zwischen Ostsee, Strand, Steilküste und Wald werden die unterschiedlichsten Hindernisse aufgebaut. Unter anderem sorgen Leitern, Kletterwände sowie natürliche Hindernisse für Spannung auf den unterschiedlichen Distanzen. Start- und Endpunkt ist die Selliner Seebrücke. 
www.ostseebad-sellin.de/beach-fun-run/

Störtebeker Festspiele
20. Juni bis 5. September
Ein neues Abenteuer wartet auf Rügens Lieblingspiraten Klaus Störtebeker. Unter dem Titel „Im Angesicht des Wolfes“ geht es auf einer der größten Freilichtbühnen Europas hoch her. Mit mehr als 150 Mitwirkenden, 30 Pferden sowie wilden Reitern, vier Schiffen und beeindruckenden Spezialeffekten ist es ein Spektakel, das jedem Zuschauer lange in Erinnerung bleibt. 
www.ruegen.de/kultur-und-kulinarik/stoertebeker/

Tag am Meer Festival
17. Juli bis 18. Juli
Bunt, offen, tolerant – das Tag am Meer Festival am Strand von Prora ist auf Rügen zu einer festen Größe geworden und will ein Ort der Begegnung sein. Zwischen Ostsee, Strand und Kiefernwäldchen gibt es ein breites musikalisches Spektrum, das von Dub und Reggae bis hin zu elektronischen Klängen reicht. 
www.tagammeer-festival.de

Selliner Sommer Openairs

26. Juli bis 8. August
Schon zum zweiten Mal verwandelt sich der Strand an der Selliner Seebrücke zu einer großen Open Air-Bühne, auf der sich große Stars die Klinke in die Hand geben. In diesem Jahr sind es Mark Forster, das Duo Gestört aber GeiL, Bosse und Johannes Oerding, die den Strand zum Beben und die Menge zum Tanzen bringen. 
www.ostseebad-sellin/open-air-sellin

Vollmondfest in Alt Sassnitz
3. August
In den Gässchen der Hafenstadt Sassnitz wird der Mond zu diesem Anlass zum Star des Abends. Dann treffen sich Urlauber und Einheimische und feiern gemeinsam ein großes Fest in den Straßen und vor der Kurmuschel, die, in bunten Farben beleuchtet, zur Bühne für einzigartige Konzerterlebnisse wird. 
www.sassnitz.de

Vilmschwimmen
22. August
Auch 2020 stürzen sich wieder zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer beim Vilmschwimmen in die Fluten. Zum 22. Mal ist dabei eine Distanz von 2.500 Metern zu überwinden – zwischen der Insel Vilm und dem Zielpunkt im Hafen von Lauterbach. Wie bereits in den Jahren zuvor wird es auch ein kleines Vilmschwimmen für Kinder geben. www.vilmschwimmen.de

Wikinger Strandfest Göhren
28. August bis 30. August
Bereits zum dritten Mal wird der Nordstrand und die Bernsteinpromenade im Ostseebad Göhren zum Schauplatz für ein großes Wikingerspektakel mit Livemusik von Feuerdorn, Feuershow und Schaukämpfen am Strand. Auch in kulinarischer Hinsicht geht es zünftig zu: Auf die Besucher warten Schwein am Spieß, Forelle vom Grill, Suppen, Met und Kirschbier. www.ruegen.de/wikinger-strandfest

Baaber Heidelauf
19. September
Durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen führen die Strecken durch das Ostseebad Baabe und die Baaber Heide. Über zwei, sechs, zehn oder 15 Kilometer starten die Teilnehmer bei spätsommerlicher Atmosphäre, frischer Seeluft und ganz viel Natur.
www.baabe.de

Müther-Themenwoche
I9. September bis 25. September
Ulrich Müther, gebürtiger Binzer und Bauingenieur, prägte die Architektur der Insel mit seinen Hyparschalenbauten wie kaum ein Zweiter. Zwischen dem 19. und dem 25. September würdigt das Ostseebad Binz den Landbaumeister, der im vergangenen Jahr seinen 85. Geburtstag gefeiert hätte. Bei Führungen, Kreativkursen, Vorträgen und Fototouren gibt das Ostseebad faszinierende Einblicke in das Schaffen Müthers.
www.binzer-bucht.de

Aktivherbst Rügen
19. September bis 25. Oktober
Bunte Blättermeere bedecken weiße Kreidefelsen, spiegeln sich in den Waldseen und rascheln unter den Füßen: Im Herbst verzaubert die Insel Rügen mit ganz besonderen Stimmungen. Erneut lädt der Aktivherbst in diesem Jahr mit vielen kostenfreien Angeboten dazu ein, die herbstliche Insellandschaft zu erkunden. Mehr als 100 Aktivformate mit
erlebnisreichen Themenwanderungen, Fahrradtouren, Fotosafaris sowie hochkarätigen Sport-Events warten auf aktive Urlauber und Einheimische.
www.ruegen.de/aktivherbst

Woche der Nachhaltigkeit
19. bis 26. September
Für viele Inselbewohner Rügens ist Nachhaltigkeit so viel mehr als nur ein Wort. Mit Herz und Tatendrang setzen sie sich für die Natur des Eilands ein: sie geben Bienen Lebensräume zurück, sie pflegen alte Obst- und Gemüsesorten, verschreiben sich dem ökologischen Anbau oder fischen nur so viel, wie auch verkauft werden kann. Bei der diesjährigen Woche der Nachhaltigkeit steht die Natur im Mittelpunkt, aber auch die Menschen, die sich ihrem Erhalt verschrieben haben: mit zahlreichen Veranstaltungen einheimischer Institutionen, wie gemeinsamem Bäumepflanzen, Wanderungen und dem Markt der nachhaltigen Alternativen.
www.ruegen.de/nachhaltigkeit

Weihnachtszeit und Silvester
November/Dezember
Die Adventszeit auf der Insel hat ganz besonderen Charme. Kleine, beschauliche Weihnachtsmärkte laden zum gemütlichen Bummel ein und dazu, regionale Köstlichkeiten und heimische Handwerkskunst zu bestaunen. Nicht nur die Ostseebäder Binz, Sellin, Baabe und Göhren erstrahlen in weihnachtlichem Glanz, sondern auch Putbus und Sassnitz sowie viele kleine Ortschaften, die über die ganze Insel verstreut sind, darunter Garz im Süden oder Wiek im Norden. Und zu Silvester? Da sind es die atemberaubenden Feuerwerke über der Seebrücke, die einen einzigartigen Jahreswechsel versprechen. www.ruegen.de/weihnachtszeit

Mehr Informationen unter www.ruegen.de/jahreshighlights

Eine ganz besondere Straße – die B 96

Rambin, 26. Januar 2020. Gemeinhin sind Straßen wenig spektakulär. Wir freuen uns, wenn wir bald ankommen, ärgern uns über Staus oder Emissionen von Lärm und Abgasen. Alltagsgeschichten halt, wer denkt schon lange darüber nach? Etwa wie im Falle der (nicht mehr so ganz neuen) B 96 auf Rügen.

B 96 bei Rambin

Dabei ist diese Straße etwas ganz Besonderes. Nicht allein auf unserer Insel, sondern auf der gesamten Strecke. Sie verbindet uns auf 545 Kilometern mit dem sächsischen Zittau im Dreiländereck von Deutschland, Polen und Tschechien. Darüber, was es am Rande dieser B 96 an neuen und historischen Besonderheiten gibt, habe ich für Sie zwei Internetseiten zusammengestellt..

Schaun Sie mal rein
empfiehlt Ihr Nachbar
Frank Levermann

Straße mit Geschichte: B 96

Touristenpiste

Rügens kleinste Kirche

Tote Hose was Kultur anbelangt? Nicht wirklich: es gibt Kleinode im Tausend-Seelen-Dorf Rambin. Die achteckige Backsteinkapelle im Ortsteil Bessin zum Beispiel, Rügens kleinste Kirche.

2014_07_02_Rambin Bessin Kapelle_wpJedem halbwegs brauchbaren Reiseführer ist die pittoreske Kapelle einen Artikel wert. Und sommers schauen gelegentlich Touristen vorbei. Was die wenigsten wissen: Die Kapelle zum Heiligen Kreuz, wie sie richtig heißt, ist kein totes Gemäuer. Hier gibt es übers Jahr ein Programm – von Gottesdiensten in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde bis zum klassischen Konzert. Höhepunkt ist allerdings immer das Erntedankfest, zu dem Besucher von der Insel und aus Stralsund kommen.

Der 1998 gegründete Förderverein der „Kapelle zum Heiligen Kreuz Bessin e.V.” finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden, mit denen die Inneneinrichtung unterhalten wird. Der Verein belebt die Kapelle mit Veranstaltungen wie Hochzeiten, Taufen, Gottesdiensten sowie Ausstellungen und Konzerten.

Die Unterhaltskosten für das Bauwerk selbst und die Außenanlagen bezahlt die Gemeinde Rambin. So gelingt der Erhalt der Kapelle als wertvolles Baudenkmal. Es ist beileibe nicht übertrieben: Hier funktioniert das Zusammenspiel zwischen bürgerschaftlichem Engagement und kommunaler Vorsorge.

Wenn Sie mehr über die Kapelle Bessin lesen wollen, können wir Ihnen diese Website empfehlen. Hier finden Sie auch die Termine von Veranstaltungen im laufenden Jahr.

Auf ein Wort zum Jahreswechsel

Andreas Klug, Bürgermeister

Liebe Rambinerinnen und Rambiner, verehrte Gäste unserer Gemeinde,

ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine fröhliche und friedvolle Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2020.

Genießen Sie die Fest- und freien Tage in Harmonie im Kreise Ihrer Lieben, um sich zu erholen, zu feiern, Kraft zu tanken und auch um Zukunftspläne zu schmieden.

Für viele von uns geht ein sehr arbeitsreiches und von Hektik geprägtes Jahr 2019 zu Ende. Das gesellschaftliche Umfeld und die täglichen persönlichen Anforderungen stehen oftmals nicht im Einklang mit einer gesunden und ausgewogenen Lebensweise, wie wir sie uns im Grunde wünschen.

Auch für mich haben sich die Herausforderungen mit der Übernahme des Bürgermeisteramtes erhöht. Allen, die zu dem überzeugenden Wahlerfolg beigetragen haben, möchte ich rückblickend DANKE sagen. Es ist gelungen, die verantwortlichen Gremien unserer Gemeinde sachkompetent zu erneuern. Den engagierten Ehrenamtlern unserer Gemeinde hierfür ein besonderes Dankeschön.

Gerade die jetzt breitere und qualifiziertere Aufstellung gibt mir Mut, die anstehenden Aufgaben der nächsten Jahre vereint anzugehen.

Für ein l(i)ebenswertes Rambin brauche ich auch Sie! Bringen Sie sich ein!

Lassen Sie uns gemeinsam ein Umfeld gestalten, so dass sich möglichst jeder Einwohner unserer Gemeinde wohlfühlt und stolz auf seinen Heimatort ist.

Sehr viel ist beispielsweise bereits für ein ansehnliches Ortsbild geschaffen. Außergewöhnlich ist meines Erachtens für die nicht mal 1000-Seelen-Gemeinde Rambin die vielfältige und breit gefächerte Vereinsarbeit. Die lebt aber vor allem von der Teilnahme und dem Engagement der Menschen. Meine Bitte, nutzen und mehren Sie diese Angebote!

Für Anregungen und persönliche Gespräche stehe ich Ihnen auch im Neuen Jahr immer dienstags ab 16.30 Uhr in der Bürgermeister-Sprechstunde zur Verfügung, gern auch mit Voranmeldung unter Tel. 68050.

Ihr Bürgermeister Andreas Klug

Auch in Rambin weihnachtet es sehr

Lang, lang ist es her – da gabs schon im Dezember richtigen Winter. Wir bauten uns einen Schneemann, holten die Schlitten aus dem Keller und fiberten dem Weihnachtsfest entgegen. Jetzt mussten sich die Rambiner etwas einfallen lassen, um beim Nikolausmarkt wenigstens einen Mann aus Schnee aufzustellen. Bauer Oliver Klühs lieferte drei weiße Silageballen; die stehen schön aufeinander gestapelt vor der St.-Johannes-Kirche – ausstaffiert, angemalt und beleuchtet. Höhepunkt beim Nikolausmarkt war das Weihnachtssingen des Volkschors Rambin in der St.-Johannes-Kirche.

Lasst Euch inspirieren und singt mal wieder. Anregung gibt euch unser Volkschor in dem Video.

 

In den Drammendorfer Polder fließt Wasser aus dem Kubitzer Bodden

Rambin. Im Zuge der Renaturierung des Drammendorfer Polders ging es gestern dem Deich an den Kragen: Den am Ufer des Kubitzer Boddens 1962 mit Steinen und Bodenmaterial geschlossenen Priel öffneten Bagger und schwere Baumaschinen in wenigen Stunden. Schon Tage zuvor war der einst in viel Handarbeit aufgeschüttete Deich auf einer Länge von rund 700 Metern abgeflacht worden. Heute, im letzten Arbeitsschritt, wird der direkte Zufluss vom Boddengewässer hergestellt. „Bei Hochwasser sorgt der wieder geöffnete Priel dafür, dass Wasser in die Renaturierungsfläche fließt und bei Niedrigwasser wieder herausströmt“, erläutert Rasmus Klöpper von der Ostsee-Stiftung, „wir werden dann eine Mischung aus Flachwasserzonen und etwas höheren Bereichen haben, wo Salzwiesen wachsen werden.“ Rund einen Kilometer südlich ist bereits ein neuer Deich für den Hochwasserschutz gebaut worden. Mit der Renaturierung werden für Wasservögel in den Flachwasserzonen ein neues Refugium und auf den Salzwiesen eine artenreiche Flora und Fauna entstehen. Die Arbeiten an dem Renaturierungsgebiet zwischen den Rambiner Ortsteilen Rothenkirchen, Drammendorf und der Neuendorfer Kate sollen im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden. Dann wird das Gebiet für Wanderer und Spaziergänger zugänglich sein.


Video von den Bauarbeiten an der Deichöffnung zum Drammendorfer Polder

Nachtrag am 27. November:
Nach der Öffnung des Deiches ist der Drammendorfer Polder zum Teil geflutet: Die Bildergalerie zeigt, wie es jetzt hier aussieht:



 

400 Bäume und Sträucher am Drammendorfer Polder gepflanzt

Rambin, 16. November 2019. Rambiner im Modder: Unter dieser Überschrift schickte mir ein Teilnehmer sein Foto von der heutigen Pflanzaktion am Drammendorfer Polder. 400 wurzelnackte Bäume und Sträucher sollten am Fleetgraben des neu geschaffenen Deichs in den Boden kommen, auf dass sie in den nächsten Jahren sprießen und gedeihen. Ein Event mit überraschend großem Erfolg und mit Begleitung eines Fernsehteams für das Nordmagazin heute ab 19:30 Uhr im NRD.  60 Bürgerinnen und Bürger waren den Einladungen der Gemeinde Rambin und der Ostsee-Stiftung gefolgt – trotz anhaltenden Regens und aufgeweichten Bodens, in dem schon mal die Stiefel und später, bei der Rückfahrt, das eine oder andere Auto stecken blieben. Man kann sich kaum vorstellen wie viel Spaß alle beim Waten und Buddeln im Bodden-Modder hatten. Mit der großen Beteiligung war die Aktion schon nach gut zwei Stunden abgeschlossen.

Rambiner im Modder. Foto: Jürgen Meixner

Hintergrund der Aktion ist die Wiedervernässung einer 94 Hektar großen Fläche am Kubitzer Bodden zwischen den Ortsteilen Rothenkirchen, Drammendorf und der Neuendorfer Kate. Der heute noch geschlossene Deich am Kubitzer Bodden soll demnächst geöffnet werden. Das Grünland wird sich danach langfristig in eine artenreiche Salzwiese verwandeln – ähnlich wie sie es früher einmal war, als es hier noch keinen Deich am Boddenufer gab – mit Wasserflächen, wechselfeuchten Böden, Brackwasserröhrichten und Moor. An dem Projekt wurde mehr als drei Jahre geplant. Seit dem Frühjahr beherrschen Bagger und Baufahrzeuge die Szene. Im kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Dann wird das Gebiet ein neuer touristischer Anziehungspunkt für Rambin.
Den Hochwasserschutz soll künftig ein neuer Deich mit einem Fleetgraben übernehmen, der zurzeit rund einen Kilometer landeinwärts vom alten Deich entsteht. An der Südseite dieser Baustelle sind jetzt die 400 Bäume und Sträucher gepflanzt worden. Gestellt wird das Pflanzgut durch die Ostsee-Stiftung, die auch das gesamte Renaturierungsprojekt realisiert.

Super Resonanz: Trotz Regens waren 60 Rambinerinnen und Rambiner dabei.
400 Bäume und Sträucher gepflanzt. Sie werden dem Fleetgraben ein grünes Band geben.

Vorschläge zur Auszeichnung von ehrenamtlichem Engagement

Das bürgerschaftliche Engagement in der Vielfalt seiner Formen leistet wichtige Beiträge für die politische und soziale Bindekraft, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Für die Städte, die Gemeinden und auch für den Landkreis ist das, was die Bürgerinnen und Bürger freiwillig für ihr Gemeinwesen leisten, unverzichtbar. Von der Kultur über den Sport bis hin zu den sozialen Diensten könnte vieles nicht mehr erledigt werden, wenn nicht Bürgerinnen und Bürger bereit wären, ihre Freizeit für das Gemeinwohl zur Verfügung zu stellen.

Auf dem Neujahrsempfang des Landkreises Vorpommern-Rügen werden daher das Engagement von 20 aktiven Bürgerinnen und Bürgern und die Bedeutung des Ehrenamtes für die Gesellschaft wieder besonders gewürdigt.
Dafür sind Vorschläge gefragt. Das Ehrenamt muss dabei kein „Amt“ sein; Engagement ohne Verein und Co. zählt ebenso. Ausschlaggebend ist der freiwillige Einsatz, sei es für die Mitmenschen, sei es für Tiere, Natur, Umwelt, im Sport oder eine andere gute Sache. Aus allen Amtsbereichen soll eine Person, gefunden werden, die sich in diesem Sinne engagiert hat.

Wer einen Vorschlag geben möchte, sollte seine eigenen Kontaktdaten und die Kontaktdaten des /der Vorgeschlagenen, in welchem Bereich oder Institution er oder sie sich engagiert, seit wann das Ehrenamt ausgeübt wird und ein kurze Beschreibung des Engagements enthalten. Diese Informationen sind dann an den Landkreis Vorpommern-Rügen, z.Hd. Kati Bischoff, Carl-Heydemann-Ring 67, 18437 Stralsund bis zum 6. Dezember 2019 einzureichen. Weitere Informationen erhalten Sie unter 03831/357-1231 oder Kati.Bischoff@lk-vr.de.

Arbeit, Würstchen und ein Bier: Saisonschluss im Anglerhafen

Wortkarg und schnörkellos, so wirkt die Einladung des Rambiner Anglervereins:
Sonnabend 09.11.2019 um 09:00 Uhr am Fuchsberg
1. Abbau des Steges
2. Aufräumen des Hafengeländes
3. Abbau der Fahnen an der Fahrrinne

Wenn so etwas auf der Website des Rambiner Anglervereins steht, ist zweierlei klar: Die Saison am Kubitzer Bodden ist unwiderruflich vorbei, und die Vereinsmitglieder sollen mit anpacken, um die Anlage winterfest zu machen.

Arbeitsantritt bei den meisten schon vor neun Uhr. Weil an die zwanzig Vereinsmitglieder mitmachen, ist in  zwei Stunden die Arbeit ist „gegessen”. Danach sind es Würstchen, die gegessen werden. Und dann erst mal: Schluss mit lustig, der Winter kann kommen. So geht das hier jedes Jahr am Kubitzer Bodden (Bilderstrecke vom Oktober 2015).