In den Drammendorfer Polder fließt Wasser aus dem Kubitzer Bodden

Rambin. Im Zuge der Renaturierung des Drammendorfer Polders ging es gestern dem Deich an den Kragen: Den am Ufer des Kubitzer Boddens 1962 mit Steinen und Bodenmaterial geschlossenen Priel öffneten Bagger und schwere Baumaschinen in wenigen Stunden. Schon Tage zuvor war der einst in viel Handarbeit aufgeschüttete Deich auf einer Länge von rund 700 Metern abgeflacht worden. Heute, im letzten Arbeitsschritt, wird der direkte Zufluss vom Boddengewässer hergestellt. „Bei Hochwasser sorgt der wieder geöffnete Priel dafür, dass Wasser in die Renaturierungsfläche fließt und bei Niedrigwasser wieder herausströmt“, erläutert Rasmus Klöpper von der Ostsee-Stiftung, „wir werden dann eine Mischung aus Flachwasserzonen und etwas höheren Bereichen haben, wo Salzwiesen wachsen werden.“ Rund einen Kilometer südlich ist bereits ein neuer Deich für den Hochwasserschutz gebaut worden. Mit der Renaturierung werden für Wasservögel in den Flachwasserzonen ein neues Refugium und auf den Salzwiesen eine artenreiche Flora und Fauna entstehen. Die Arbeiten an dem Renaturierungsgebiet zwischen den Rambiner Ortsteilen Rothenkirchen, Drammendorf und der Neuendorfer Kate sollen im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden. Dann wird das Gebiet für Wanderer und Spaziergänger zugänglich sein.


Video von den Bauarbeiten an der Deichöffnung zum Drammendorfer Polder

Nachtrag am 27. November:
Nach der Öffnung des Deiches ist der Drammendorfer Polder zum Teil geflutet: Die Bildergalerie zeigt, wie es jetzt hier aussieht: