Marion Seibert, eine einfühlsame Stimme

Von Manuela Rohloff
Am Samstag, 2. Juli, hat uns Marion Seibert auf dem Gelände des Heimatvereins Rambin besucht. Es war nur ein kleiner Einblick in Ihr Musikleben. Gleichwohl ein schönes Erlebnis, ihrer wunderbaren Stimme in ihren Lieder zuzuhören.

Marion ist eine sehr herzliche und einfühlsame Frau, was man auch deutlich in ihren Songs nachempfinden kann. Immer an Ihrer Seite ihre Hündin Emma, die sie seit einer Reise durch Spanien begleitet.

Der Beifall für Ihren Auftritt ließ keinen Zweifel aufkommen: wir werden sie wieder auf unserem Gelände begrüßen.

Mit einfühlsamer Stimme: Marion Seibert im Heimatmuseum Rambin. Foto: Manuela Rohloff

„Alle Kinder lernen lesen…“

von Josephine Fricke

Auf dem Gelände des Heimatmuseums ging es am Dienstag ausgelassen zu. Das Kinnerhus hatte in Zusammenarbeit mit dem Elternrat und der Hilfe der Eltern für die Kindergartenkinder und ihre Familien ein großes Sommerfest organisiert.

Bei herrlichstem Wetter wurde bei Kaffee und Kuchen mit vielen Spielen, einer Hüpfburg sowie jeder Menge guter Laune, nicht nur der Sommer sondern auch der Abschied der Einschüler gefeiert. Diese durften sich vom Zuckertütenbaum ihre Schultüte abschneiden und wurden von den Erzieherinnen aus dem Kindergarten – ins Heu – geworfen.

Weiteres Highlight war das große Löschfahrzeug der Feuerwehr, welches die Kinder in allen Ecken untersuchen durften.

Der aufregende Tag fand seinen Ausklang bei Stockbrot und Würstchen, und ein bisschen Wehmut, dass die Tage nun wieder kürzer werden.

„Ukraine-Haus“ in Rambin: Erste Wohnung vor der Fertigstellung

Von Frank Levermann
Ein Haus in Rambin für Geflüchtete: Die erste Wohnung wird bis Ende Juni fertig renoviert sein, die zweite voraussichtlich bis Ende Juli. Dann kann das „Ukraine-Haus“ mit gespendeten Möbeln und Hausrat ausgestattet werden.

Es ist ein einzigartiges Projekt, für das sich zehn Freiwillige und Ehrenamtler aus Rambin und Umgebung engagieren. Sie bringen nach Feierabend, an Wochenenden und Feiertagen die beiden Wohnungen (je zwei Zimmer, Küche, Bad) nach langem Leerstand in Schuss. Für Einrichtung und Ausstattung der Wohnungen haben sich 70 Spenderinnen und Spender gemeldet.

Der Botschafter der Ukraine, Andrij Melnyk, hatte kürzlich heftige Kritik an angeblich mangelnder Willkommenskultur der Deutschen geübt. Mein Tipp: er sollte mal nach Rambin kommen und sich dieses Engagement ansehen.

Mitte Mai haben die Freiwilligen ihre Arbeit begonnen und werden bis zur Fertigstellung alle maroden Elektroleitungen und einen Teil der Sanitäranlagen komplett erneuert sowie alle Räume renoviert haben.

Das Freiwillgen-Team traf sich auf Einladung der Inselbrauerei am Donnerstag (16, Juni) zu einem geselligen Abend mit Brauereichef Markus Berberich und Bürgermeister Andreas Klug (o.l.). Es war die erste Gelegenheit, dass sich alle einander kennengelernt haben. Ansonsten treffen sie sich in wechselnder Zusammensetzung auf Zuruf über eine WhatsApp-Gruppe.

Die Gemeinde Rambin und die Inselbrauerei hatten mit einer Postwurfsendung alle Haushalte zu der Hilfsaktion aufgerufen. Das Haus – wenige Minuten vom Bahnhof entfernt – stellt die Inselbrauerei für ein Jahr gratis zur Verfügung. An dieser Stelle soll später eine Lagerhalle zur Kapazitätserweiterung der Brauerei entstehen. Sämtliche Materialkosten für die Renovierung übernimmt die Inselbrauerei. Beide Wohnungen werden von ihr mietfrei und mit Übernahme sämtlicher Nebenkosten zur Verfügung gestellt.

Bevor die Brauerei das Haus offiziell den Behörden für geflüchtete Menschen aus der Ukraine meldet, können Rügener eventuelle Kontakte zu Geflüchteten mit entsprechenden Bedarf per E-Mail melden (nachricht@rambin.de).

 

 

Besonderer Blick auf Kräuter und Wildblumen / Backofengespräch am kommenden Freitag

Aktuell zum Johannistag am Freitag, 24. Juni, gibt Expertin Ingrid Jelen einen ganz besonderen Blick in die Historie der Kräuter. Auch das Johanniskraut spielt dabei eine Rolle. Welche Wildpflanzen halfen den Menschen früher, als es noch nicht die modernen Medikamente gab? Um manche Pflanzen spinnen sich Legenden und volkstümliche Deutungen. Heute noch finden wir auf Rügen die meisten dieser Kräuter. Wofür sie aktuell verwendbar sind zeigt Ingrid Jelen beim Backofengespräch im Rambiner Heimatmuseum. Sie bringt zur Anschauung Pflanzen mit und geht auf alle Fragen ein.
Das Backofengespräch startet um 17 Uhr auf dem Gelände des Rambiner Heimatmuseums. Bei der Veranstaltung gibt es wieder frisch hergestelltes Brot aus dem historischen Lehmbackofen. Eintritt ist frei. Das Heimatmuseum befindet sich an der Straße Drift 8 unweit des Rambiner Bahnhofs.

Der Vorsitzende des Festkomitees, Bürgermeister Andreas Klug, lädt ein!

Weiter geht es mit der Planung zur 777-Jahr-Feier, und nicht nur das Festkomitee ist eingeladen. Jede Rambinerin und jeder Rambiner mit Ideen und Vorschlägen ist willkommen.

Hier der offene Brief des Bürgermeisters:

Liebe Rambiner,

nach Wiederaufnahme der Planungen am 24.05.2022 lade ich das Festkomitee sowie alle Interessierten zur Fortsetzung

für  Mi., den 29.06.2022 um 19 Uhr ins Sporthaus Rambin  ein.

Ich hoffe auf eine insgesamt breitere Beteiligung!

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Klug
Bürgermeister der Gemeinde Rambin


	

Von Manuela Rohloff und Frank Levermann

Nicht im Backofenhaus, nicht im Feien rundherum, sondern unter dem Dach der Kulturscheune des Heimatmuseums Rambin: So geht das, wenn es heftig regnet beim traditionellen Backofengespräch. Die rund 30 Besucherinnen und Besucher waren am Freitag (27. Mai) trotzdem begeistert, denn Mundsprachlerin Petra Schwaan-Nandke  brachte ein rhetorisches Meisterwerk auf die Bühne beim plattdeutschen Spätnachmittag – natürlich mit schauspielerischen Einlagen.

Petra Schwaan-Nandke wechselte in Plattdeutsch humorvoll zwischen Beiträgen aus Literatur, Lyrik, Poetry-Slam und Satire. Nicht allein aus Vergangenem. So nahm sie auch hochaktuelle Vorkommnisse aufs Korn. Etwa mit ihrer Parodie über das immer wieder aufkommende Thema über „Bauen im Außenbereich“.

Bereits vor der Veranstaltung konnten sich die Gäste auf dem Gelände des Heimatvereins umschauen und es sich anschließend gemütlich machen bei Kaffee und Kuchen – eigens für Gäste selbst gebacken. Begehrt war wieder das während der Veranstaltung im Lehmbackofen hergestellte Brot. Um zu zeigen wie köstlich dieses ist, gab es für alle eine Kostprobe mit Bärlauch-Frischkäse und Kräuterquark.

Das nächste Backofengespräch findet am 24. Juni  um 17 Uhr auf dem Gelände des Museumsvereins Rambin statt. Dann wird Ingrid Jelen mit den Gästen über einen „Spaziergang durch die Welt der Kräuter“ informieren.

Eisbeinessen zum Herrentag

Von Jutta Freitag
Deftiges zum Herrentag… gab es aber nicht nur für die Herren der Schöpfung. Ort des Geschehens: die Kulturscheune des Museumsvereins Rambin. Caterer „Hako“ Sengebusch bot zahlreichen Rambinerinnen und Rambinern und einigen Auswärtigen das traditionelle Eisbeinessen. Und es schmeckte! Da auch für das nötige Flüssige gesorgt war und eine gute Stimmung herrschte, kann durchaus von einer gelungenen Veranstaltung gesprochen werden.

Kunst:Offen zu Pfingsten

Zu Pfingsten im Rahmen von Kunst:Offen werden wieder in unserer Kapelle St Jürgen Künstler, auch junge, ihre Werke ausstellen. Zusätzlich werden täglich  jeweils zwischen 14 -16  Uhr Kinder und Jugendliche unter Anleitung eines Künstlers Gelegenheit haben sich selbst in Grafitti-Art auszuprobieren.

Tag des Museums und Rambiner Kreativmarkt

Von Jutta Freitag und Frank Levermann.

Am 15. Mai wurde – wie vielerorts – auch in Rambin der Tag des offenen Museums begangen. Im Außenbereich konnte die historische Sammlung landwirtschaftlicher Geräte besichtigt werden. Prof. Wolfgang Heun erklärte Interessierten die Ausstellungsstücke in der Museumsscheune. Zeitgleich gab es auf dem Museumsgelände beim Kreativ-Markt kunstvoll gefertigte Handarbeiten und Bioprodukte aus Rambin und Umgebung zu kaufen.

Beim Rambiner Kreativ-Markt gab es kunstvoll gefertigte Handarbeiten und Bioprodukte. Foto: Jutta Freitag.

Wer Garten oder Terrasse mit Tomaten- und anderen Pflanzen bereichern will, wurde fündig beim Rügener Kreativ-Markt. Foto: Jutta Freitag.

Mit welchem Gerät Bauern auf Rügen bis in die 1930er Jahre arbeiteten, lässt sich in der Ausstellung des Museums aufspüren. Hier, ganz in der Nähe des Rambiner Bahnhofs, ist alles unter Dach und Fach versammelt: Vom Dreschflegel bis zum Rübenschneider. Unter den Ausstellungsstücken befindet sich das älteste Horizontal-Sägegatter von Mecklenburg-Vorpommern. Mit einem einzigen Sägeblatt schaffte es die monströse Maschine, aus mächtigen Baumstämmen schnurgerade Balken und Bretter zu schneiden.

Ältere Besucher erinnerten sich: „Genauso sah es damals bei meinen Großeltern aus. Foto: Jutta Freitag.

Pressetermin an Mecklenburg-Vorpommerns ältestem Horizontal-Sägegatter mit Vereinsvorsitzendem Prof. Wolfgang Heun (links) und Journalist Jens Köhler. Foto: Frank Levermann.

Haus für Geflüchtete in Rambin: Es geht voran. Einige hilfreiche Hände werden noch gesucht

Von Frank Levermann

Endlich geht es los: Am Donnerstag haben die Arbeiten am „Ukraine-Haus“ in Rambin begonnen. Das Gebäude der Inselbrauerei stand lange leer und soll für Geflüchtete aus der Ukraine mit Reparaturen, Erneuerungen und Renovierung bewohnbar gemacht werden. Das wird gelingen, dank einer Handvoll Menschen, die Zeit und Arbeit unentgeltlich einbringen.

Drei aus dem Team, das jetzt das „Ukraine-Haus“ bewohnbar macht. Eigentlich haben sie viel Spaß bei der Arbeit und lachen viel – nur das Fotografieren haben sie offenbar sehr ernst genommen.

Das sind Freiwillige aus Rambin und Umgebung. Sie erneuern ehrenamtlich elektrische Leitungen, sanitäre Ausstattung, Wände, Decken und Fußböden. Kümmern sich um Licht und Warmwasser. Einige weitere hilfreiche Hände können wir dafür noch gebrauchen; für Meldungen wären wir dankbar unter nachricht@rambin.de

Es geht auch darum, dass die vielen Sachspenden-Angebote Platz in einem wohnlichen Haus finden. Und dass Menschen, die vor dem Krieg geflüchtet sind, auf Zeit eine Bleibe bei uns finden.

Ende März haben Inselbrauerei und Gemeinde Rambin in einer Postwurfsendung aufgerufen, für Geflüchtete aus der Ukraine Hilfe zu leisten. Die Resonanz war riesig. An die hundert Meldungen aus Rambin und Umgebung erreichten mich mit Angeboten für Möbel, Hausrat, Kleidung, Kinderspielzeug und persönliche Hilfe, darunter drei Frauen mit ukrainischen Sprachkenntnissen. Bei Angeboten für handwerkliche Hilfeleistungen stockte es anfangs, was den Zeitplan nach hinten schob. Nach zwei „Handwerkertreffs“ haben die Arbeiten im Team aus Freiwilligen am begonnen. Wenn sie in der regulären Arbeit Feierabend haben, sind derzeit Maler- und Elektroarbeiten dran – auch an Wochenenden.

Ich werde weiter über den Fortgang berichten.